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    Krise als Chance

    Es gibt Zitate, die Geschichte schreiben. So wagte Gorbatschow mit seiner Aussage «Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben» den Bruch mit der alten Sowjetnomenklatura. Und es gibt Zitate, die niemandem zugeordnet werden können, beinahe schon vom häufigen Gebrauch entwertet sind und doch immer wieder zur neuen Blüte erwachen. Das aktuellste ist: «Krise als Chance». In den 90er Jahren, in den Jahren bevor das britische Honkong an China überging, organisierte der britische Gouverneur eine grosse Konferenz. Ziel der Zusammenkunft war, gewichtige Infrastrukturprojekte aufzugleisen: Stadtbahnen, Spitäler und Schulen sollten geplant werden. Wenn es schon zur Krise kommen musste, dann sollte Hongkong zumindest die Chance haben, gestärkt aus der Krise hervor zu gehen. Und so investierte Hongkong in den Jahren vor dem Machtwechsel in Verkehrswege, in neue Technologien, in Schulen und in Gesundheitsangebote. Heute steht Hongkong trotz Finanzkrise auf relativ stabilen Beinen, auf den Beinen einer modernen und bürgernahen Infrastruktur.

    Wir wollen aber keine Ideologie. Wie wollen Lösungen. Genau wir der britische Gouverneur in Honkong. Und es gibt sie, die Lösungen: Wir müssen investieren, in die Bildung, die Soziale Sicherheit, die Infrastruktur und in neue Technologien. Und so wird möglich werden, was wir heute glauben: an den ökologischen Umbau, an eine verlässliche soziale Sicherheit, an eine bessere Bildung für alle, an gerechtere Löhne und sichere Einkommen, an eine Politik, welche fähig ist die Krise als Chance zu nutzen.

    Jacqueline Fehr, Nationalrätin und Vizepräsidentin SP Schweiz, Winterthur.

    Zusammenfassung der Rede zum 1. Mai

    Die ganze Rede können Sie hier nachlesen. (PDF)